Mukoviszidose
Mukoviszidose auch Cystische Fibrose (=CF)
( lat.: mucus = Schleim; viscidus = zäh ) ist die häufigste angeborene
Stoffwechselerkrankung mit ernster Prognose. Infolge eines Gendefektes
wird in vielen Organen des Körpers ein zähflüssiger Schleim gebildet, der bereits im Kindesalter schwere Krankheitserscheinungen verursachen kann.
Die Krankheit kann beim einzelnen Patienten sehr unterschiedlich ausgeprägt sein: Es können nur einzelne oder viele Organe in Mitleidenschaft gezogen sein. Auch das Ausmaß der Organschädigung ist von Patient zu Patient verschieden.
Wichtige Organe, die von der Mukoviszidose in Mitleidenschaft gezogen werden können, und die dadurch bedingten Beschwerden:
Betroffene Organe Krankheitserscheinungen
Lungen und Bronchien ständiger Husten mit Auswurf,
wiederholt Lungenentzündungen;
abnehmende Belastbarkeit, u. a.
durch eine allergische Reaktion
der Lunge gegen Schimmelpilze
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Bauchspeicheldrüse Verdauungsstörungen; fettiger,
(Pankreas) übelriechender, massiger Stuhl,
Gewichtsabnahme, Gedeihstörung;
evtl. Zuckerkrankheit: Müdigkeit
ohne Entzündungszeichen
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Darm Darmverschluss (Ileus), evtl. schon bei
der Geburt, Bauchschmerzen; gestörte
Nahrungsaufnahme (Fett, Eiweiß,
Vitamine, Eisen); Darmvorfall
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bei Säuglingen im Sommer)
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Gerinnungsstörungen verbunden);
Gallensteine; Pfortaderhochdruck mit
erweiterten Blutgefäßen in der Speise-
röhre (wie Krampfadern), die zur Blutung
neigen
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Nasennebenhöhlen Nasenatmung, Schnarchen, Kopfschmerzen
und Konzentrationsschwäche am Tage,
Nasennebenhöhlenentzündung
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aber möglich,
Männer: meist zeugungsunfähig
Wie wird Mukoviszidose vererbt ?
Die Mukoviszidose ist eine Erbkrankheit. Sie ist durch eine Veränderung (Gen-Mutation) auf dem langen Arm des Chromosoms 7 verankert. Bis heute kennt man über 950 Mutationen, die zu Mukoviszidose führen.
Gehen zwei Menschen mit der Erbanlage für Mukoviszidose eine Verbindung ein, so ist theoretisch damit zu rechen, dass jedes 4. Kind an Mukoviszidose erkrankt (homozygot), da es die Erbanlage von beiden Eltern erbt. 50% der Kinder sind - wie die Eltern - Merkmalsträger (heterozygot), aber gesund. In Wirklichkeit kann es aber vorkommen, dass in einer Familie die Anzahl der Kinder mit Mukoviszidose überwiegt (z.B. 2 kranke Kinder, 1 gesundes Kind).
Beim einzelnen Kind lässt sich nicht beeinflussen, ob Vater und Mutter die kranke oder die gesunde Anlage vererben.
Etwa jeder 25. Mitteleuropäer, d.h. ca. 4% unserer Bevölkerung (ca. 3 Millionen), sind Merkmalsträger. Sie können nur durch Untersuchung des Erbgutes (am einfachsten aus dem Blut) erkannt werden.
In Deutschland hat etwa eines von 3000 Neugeborenen Mukoviszidose.
Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 8000 Mukoviszidose-Patienten.
Wie wird Mukoviszidose behandelt ?
Entsprechend der festgestellten Funktionsstörungen ist eine konsequente lebenslange Behandlung erforderlich.
Sie erfordert unter anderem in der Regel:
+ bei Störung der Bauspeicheldrüsenfunktion: den Ersatz fehlender
Verdauungssäfte (vor allem Liptase) und Vitamine; evtl. die Verabreichung
zusätzlicher kalorienreicher Nahrung bei vermehrtem Energie- Bedarf
aufgrund vermehrter Anstrengung bei der Atmung;
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+ spezielle Atemtherapie "Autogene Drainage"
und krankengymnastische Behandlung
zur Entfernung des Schleims; weitere Ziele
sind die Erhaltung der Brustkorbbeweglichkeit
und die Stärkung der für die Atmung wichtigen Muskulatur;
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+ weitere Ziele sind die Erhaltung der Brustkorbbeweglichkeit und die
Stärkung der für die Atmung wichtigen Muskulatur;
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krankengymnastischen Behandlung;
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+ bei Bedarf: Sauerstoffzufuhr
Hinweis in eigener Sache
Ich behandel aktuell Menschen mit Mukoviszidose im Alter von zwischen 5 Monaten und 44 Jahren!!!, in allen Stadien der Erkrankung.
Bei weiteren Fragen und Interesse können Sie sich auch wenden an:
www.muko.info
www.muko-do.de
die eben gelesenen Informationen sind von dieser Homepage, danke für das zur Verfügung stellen.

